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einige Tipps für
Ausflüge auf Sizilien

Palermo,
die Hauptstadt, ist eine herrliche Stadt, deren großartige Architektur
beeindruckt. Viele imposante Bauwerke, vornehmlich im normannischen und
barocken Baustil, erwarten den Besucher. Besonders beeindruckend sind
die Kirchen von Martorana, Santa Maria di Gesù, San Giuseppe dei
Teatini und San Cataldo sowie die Kathedrale Santa Rosalia (1184-1185)
und der Palazzo dei Normanni, das Königsschloß mit herrlicher
Kapelle. In den Katakomben des Kapuzinerklosters liegen Tausende von Mumien.

Siracusa
(Syrakus) hat wohl den besten Naturhafen Italiens. Die Stadt liegt auf
einer kleinen Insel in Küstennähe und hat viele historische
Bauwerke, darunter ein sehenswertes Amphitheater (5. Jh. v. Chr.). Archimedes
lebte hier bis zu seinem Tode.

Fast
alle Gebäude Catanias stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Stadt
musste nach mehreren heftigen Erdbeben wiederaufgebaut werden. Ganz in
der Nähe liegt der Ätna, Europas größter aktiver
Vulkan.

S.
Stefano di Camastra
Stadt
der Keramik - 150 m über dem Meer gelegen, schwer zugängliche
Küste, bunte Majoliken und Keramik wohin das Auge blickt.
Das Dorf an der Nordseite der Monti Nebrodi in der Provinz Messina liegt
auf einem Hügel über der Küste. Nachdem ein Erdrutsch das
alte Dorf zerstört hatte, wurde es im 18. Jh. nach einem Grundriss,
der an die königlichen Gärten erinnert, neu aufgebaut. Die Chiesa
Madre, die im 17./18. Jh. errichtet wurde, verfügt über ein
schönes Renaissanceportal, das von einem früheren Gebäude
stammt. Der Innenraum ist mit interessanten Stuckaturen aus dem 18. Jh.
geschmückt. Die Gegend ist reich an Tonerde, aus der seit der Antike
das Material für die Herstellung von Keramik und Ziegeln gewonnen
wird.

Lampedusa
und Linosa, Inseln der Sonne und der Schildkröten
Sauberes Wasser, raue Felsen und riesige Schildkröten: Auf den kleinen
Pelagischen Inseln südlich von Sizilien scheint die Zeit stehen geblieben
zu sein. Ein jeder träumt davon, seinen Aufenthalt auf diesen italienischen
Galapagos-Inseln möglichst bis ins Unendliche verlängern zu
können. Das Archipel ist nicht nur ein Paradies für Naturforscher,
die im Reservat von Lampedusa dessen Flora, Fauna und Geologie studieren,
es ist auch das ideale Ziel für ein Wochenende mit Sonne, Strand
und - warum nicht! - ausgelassenen Tanznächten am Meer.

Im
Val di Noto gibt es Johannisbrotbäume, Orangenhaine und Mandelplantagen.
Aber vor allem sieht man überall prächtige Kirchen, Palazzi
und Portale. Ein regelrechter Triumph an Verzierungen und spitzengleichen
Dekors, der den wirklichen Charakter dieses Landstriches ausmacht und
die unerwartete Blüte nach einer schlimmen Tragödie darstellt:
dem Erdbeben von 1693. Das Beben erschütterte den gesamten süd-östlichen
Teil der Insel und zerstörte gänzlich Catania, Noto, Modica,
Ragusa und viele andere Städte. Die Architekten des Wiederaufbaus,
die zum größten Teil in Rom ausgebildet worden waren, inspirierten
sich an den Meisterwerken des Römischen Barocks und übertrafen
ihn bezüglich der überschäumenden Formen, Volumen und der
Themen, die für die bildhauerischen Dekorationen ausgewählt
wurden.
Es handelt sich um einen eigenständigen Barock, den 'Barock der Val
di Noto', der sich von Stadt zu Stadt vor allem dank des verwendeten Baumaterials
unterscheidet. Ein Blick reicht aus, um festzustellen, dass der dunkelgraue
Barock von Catania, der sich aus dem Lawagestein ergibt, ganz anders ist,
als der helle, honigfarbene von Noto.
Mit einer Reise in das Val di Noto kann man diesen Stil erforschen, der
zwar überall unterschiedlich ist, aber aus diesem Landstrich doch
eine einzige große architektonische und künstlerische Kulisse
macht.

Taormina
und die Nordostküste
Der Zauber Taorminas und seiner Kulisse ist weltbekannt und zog seit der
Antike wohlhabende Reisende an: Die Lage an den Ausläufern der Peloritanischen
Berge, auf einer Terrasse hoch über dem Meer mit unglaublichen Panoramen
auf Klippen, Inselchen, Felskaps und die geschwungene Bucht von Giardini-Naxos,
deren Küstenlinie abends von unzähligen funkelnden Lichtern
nachgezeichnet wird, ist von unvergleichlicher Faszination. Schöne
Strände laden zum Baden ein. Das gut erhaltene griechische Theater
(3. Jh. v. Chr.), das Kastell auf dem Monte Tauro und der Don San Nicola
sind sehenswert.
Als Kulisse thront majestätisch über allem der höchste
und aktivste Vulkan Europas, der Ätna.

Die
reichgegliederte, sehr fruchtbare und üppig begrünte Felsküste
des Nordostens mit ihren Sand- und Kiesbuchten kontrastiert mit der grandiosen
Bergwelt der Nordküste, die vom Ätna dominiert wird, und dem
weiten Panoramablick auf die äolischen Inseln.

Die
lebendige Hafenstadt Messina wurde im Jahr 1908 durch ein Erdbeben fast
völlig zerstört und gehört heute zu den modernsten Städten
Italiens. Der Dom, ursprünglich im 11. Jahrhundert errichtet, wurde
originalgetreu wiederaufgebaut. Messina ist Anlegeplatz der Fährschiffe
vom italienischen Festland.

Cefalù
Mittlere Nordküste - Naturschutzgebiet Madonie

Die
mittelalterliche Kleinstadt Cefalù, die von einem wuchtigen Felsmassiv
überragt wird, ist aufgrund ihrer schönen Strände und der
malerischen Felsklippenküste touristisches Zentrum der Nordküste.
Die stimmungsvolle Altstadt mit vielen Gassen und guten Lokalen, der gewaltige
normannische Dom und eine gute touristische Infrastruktur bilden ideale
Voraussetzungen für einen angenehmen Aufenthalt. Das Hinterland,
die Madonie, werden zu Recht als das schönste Gebirge Siziliens bezeichnet
mit vielen interessanten Bergdörfern. Cefalù ist auch ein
günstiger Ausgangspunkt für Ausflüge nach Palermo, Monreale
oder zu den Villen von Bagheria.

S.
Vito Lo Capo - Naturschutzgebiet Zingaro
Im Nordwesten Siziliens liegt eines der landschaftlich schönsten
Gebiete Siziliens: das zerklüftete Felsenkap S. Vito, dessen Spitze
die traumhafte, weite Sandbucht des Ortes S. Vito bildet, und unmittelbar
angrenzend das Naturschutzgebiet des Zingaro, das ca. 7 km Küste
mit schönen Panoramawanderwegen umfasst. Das touristische Zentrum
der Halbinsel bildet der ehemalige Fischerort S. Vito. Der Ort mit guter
touristischer Infrastruktur liegt vor der malerischen Kulisse eines schroffen
Felsgebirges an seiner sichelförmigen feinsandigen Bucht. Das klare
Wasser wird hier langsam tiefer; ein Sport- und Fischereihafen schließt
den Ort ab. Das Hinterland von S. Vito ist auch Bauern- und Winzerland,
Hügelketten mit ursprünglichen Dörfern, deren Kellereien
beachtliche Weine hervorbringen.

Überall
auf Sizilien stößt man auf Überreste der Kulturen der
zahlreichen Invasoren: die herrlichen Mosaike in der normannischen Kathedrale
zu Montreale, beeindruckende Ruinen griechischer Tempel in Agrigent, die
besser erhalten sein sollen als vergleichbare Überreste in Griechenland,
und die byzantinischen Höhlenbehausungen und -gräber im felsigen
Cava-d’Ispica-Tal in der Nähe von Modica. Ein riesiger Apollotempel
kann in Selinunte besichtigt werden.
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- 2010 Toskana Pur
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